Eine virtuelle Bilderausstellung zu Leben und Werk Heinrich Bölls wird demnächst hier auf der Homepage der HBS Bornheim zu "besichtigen" sein.

HBS-Intern







Demnächst

++Wichtige Termine ++

6.11. bis 1.12.2017

Beratungsgespräche zur Anmeldung an der HBS Bornheim
Termine bitte telefonisch absprechen
(Weitere Infos folgen)


16.10. bis 20.10.

Praktikum Stufe 10

23.10. bis 03.11.

Herbstferien

06.11.

Wahl des Jugendparlamentes der Stadt Bornheim

10.11.

Gedenkfeier zur Pogromnacht

15.11. | 19 Uhr

Lesung mit Günter Lamprecht und Claudia Amm
in der Aula der Heinrich Böll Sekundarschule Bornheim
(weitere Infos folgen)

22.11. und  23.11. | 14 -18 Uhr

Elternsprechtage

 

 

 

Seit 1986 wird der Bornheimer Umweltpreis verliehen, letztmalig 2011. Diesmal wurde er speziell für Kinder-, Jugend- und Schülergruppen ausgelobt.

Platz zwei (450 Euro Preisgeld)sicherte sich die Heinrich-Böll-Sekundarschule Merten für das Projekt „Eichenkampagne Markwart“, eine waldpädagogische Initiative zur Verbreitung der Stieleiche.  Bürgermeister Wolfgang Henseler lobte das Engagement der Geehrten: „Die Umwelt ist das, mit dem und von dem wir leben.“  Der Vorsitzende des Bornheimer Umweltausschusses Arnd Kuhn betonte, dass der Preis mehr als eine Anerkennung sei. „Er soll auch eine Vorbildfunktion für andere sein, sich ebenfalls zu engagieren.“ Der Umweltpreis soll künftig alle zwei Jahre verliehen werden. Die nächste Ausschreibung ist für 2017 geplant.

 

Bonner Generalanzeiger, 19.10.2015:

"Das hier ist ein Fichtenwald. Hier findet der Eichelhäher nichts zu fressen. Deshalb haben wir Tische gebaut. Darauf legen wir die Eicheln und hoffen, dass der Eichelhäher sie findet", sagt der zehnjährige Tom.

Kurz und knapp fasste er das waldpädagogische Projekt "Eichenkampagne Markwart" zusammen, das das Life-Projekt "Villewälder - Wald- und Wasserwelten" derzeit gemeinsam mit der Heinrich-Böll-Sekundarschule Merten durchführt. Als gemeinschaftliche Aktion des Regionalforstamtes Rhein-Sieg-Erft, der Biologischen Station Bonn/Rhein-Erft und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) soll Kindern und Jugendlichen durch praktische Naturerfahrung das Wissen über die heimischen Laubmischwälder sowie deren Tier- und Pflanzenwelt vermittelt werden.

Denn natürlich geht es den Initiatoren nicht in erster Linie darum, dem Eichelhäher einen "gedeckten Tisch" zu präsentieren. "Der Eichelhäher verbuddelt die Eicheln als Vorrat für den Winter - und aus denen, die er nicht wiederfindet, wächst dann ein Baum", weiß Tom, der gemeinsam mit 81 Schülern der Jahrgangsstufe fünf bereits vor den Herbstferien über den nachhaltigen Nutzen der Aktion informiert wurde.

Konkret soll der Eichelhäher als "Pflanzhelfer" für den Waldumbau im Rahmen des Life-Projektes gewonnen werden. Die Kreisvorsitzende der SDW, Andrea Milz, freut sich über die Beteiligung der Heinrich-Böll-Sekundarschule: "Der Kreisverband Bonn-Rhein-Sieg der SDW hat bei den Schulen im Umkreis des Projektes sehr dafür geworben, die Chance, sich zu beteiligen, zu nutzen, um so den Kindern und Jugendlichen Einblicke in den Lebensraum Wald zu geben."

Das Life-Projekt wird von der EU mit 3,3 Millionen gefördert und läuft bis 2019. "Die unterstützte Hähersaat ist ein traditionelles waldbauliches Verfahren", erklärt der Leiter des Life-Projektes Klaus Striepen. "Dabei machen sich die Förster die Eigenart des Vogels zunutze, im Herbst die Eicheln zu sammeln und als Wintervorrat im Boden zu verstecken. Da er nur einen Teil der Früchte wiederfindet, keimen die "vergessenen" Samen im Folgejahr und dienen so der natürlichen Verjüngung des Waldes."

Weil der Eichelhäher, im Volksmund auch "Markwart" genannt, sehr wählerisch ist, müssen, schlechte Eicheln regelmäßig aussortiert und durch frische ergänzt werden. "Viele Eltern waren begeistert von der Aktion und haben sich bereit erklärt, bei der Pflege der Tische zu helfen", berichtet Astrid Geschwind, Leiterin der Sekundarschule. "Im März wurde unsere Schule als "Schule der Zukunft" ausgezeichnet. Deshalb sind Nachhaltigkeit und Umweltschutz bei uns ein großes Thema."

Besonders freut sich Geschwind, dass das Projekt handlungsorientiert und langfristig angelegt ist. "Es ist nicht mit einer Aktion getan, sondern man kann das Projekt über einen langen Zeitraum hinweg begleiten." Zwischen 3000 und 6000 Eicheln versteckt ein Eichelhäher als Vorrat für den Winter - wie viele er davon "vergisst" werden die Kinder im nächsten Frühjahr anhand der Keimlinge abzählen können. (Sonja Weber)