Demnächst

02.07.

Zeugniskonferenz (ab 11.45 Uhr)

05.07.

Kulturabend (19.00 Uhr)

11.07.

Lehrerausflug (Unterrichtsende um 11.15 Uhr)

12.07.

Zeugnisse (Unterrichtsende um 10.40 Uhr)

15.07.-27.08

Sommerferien

28.08.19

1. Schultag

Auf den folgenden Links finden Sie Elterninformationen zum VRS-Schülerticket sowie zu den neuen Fahrplänen.

Elterninformation der Stadt Bornheim

Stadtbahn Linie 633

Buslinie 745

Buslinie 753

Buslinie 817

Buslinie 818

 

 

Im Rahmen der Vorbereitungen zur Gedenkfeier „Erinnern für Heute und Morgen“, in welcher der  Pogromnacht vom 10.11.1938 in Bornheim gedacht wird, führten Schülerinnen und Schüler der drei weiterführenden Schulen Bornheims (AvH-Gymnasium, Europaschule und Heinrich Böll Sekundarschule) Zeitzeugeninterviews durch. Da der Fokus dieser seit Jahren an wechselnden Orten Bornheims stattfindenden Veranstaltung nie nur auf die fürchterlichen Ereignisse an jenem Morgen des 10. November 1938 in Bornheim gerichtet war, stießen die Schülerinnen und Schüler des Deutsch E-Kurses Stufe 10 der Heinrich Böll Sekundarschule bei ihrer Suche nach Zeitzeugen, die ein ähnliches Schicksal der Zerstörung, Vertreibung und NS-Barbarei erlitten hatten, aber nicht zwangsläufig aus Bornheim stammten, auf das Paar Tamar und Harry Dreyfuss.

Die eine, Tamar Dreyfuss, überlebte den Holocaust in Litauen auf unglaubliche Weise, der andere, Harry Dreyfuss, kehrte nach seiner Flucht aus Nazi-Deutschland über die Schweiz nach Palästina schließlich nach Deutschland zurück, um in den 70er Jahren als Kameramann gemeinsam mit Beate und Serge Klarsfeld unter anderem den Gestapochef von Köln und Paris, Kurt Lischka, zu überführen.

Die SchülerInnen Sofia Bongard, Laetitia Konarske, Marc Anderle und Niklas Gemünd sowie „Kameramann“ Maximilian Henseler besuchten zusammen mit den HBS-Lehrern Frau Bodóová und Herrn Härle sowie dessen Frau die beiden Zeitzeugen in ihrer Pulheimer Wohnung, wo sie sich den Fragen der gut vorbereiteten Schülern stellten und darüber hinaus durch ihre oft bedrückenden, teils aber auch mit erstaunlichem Humor erzählten Berichte ihres persönlichen Schicksals in der Zeit des Holocaust und ihres Lebensweges nach dem Ende des Naziregimes einen tiefen Eindruck hinterließen.

Tamar Dreyfuss wurde im März 1938  in Vilna (Litauen) zu einer Zeit geboren, als in Deutschland die Zerstörung des jüdischen Lebens bereits seit langem massiv vorangetrieben worden war und in den Novemberpogromen einen – wie nur zu gut bekannt - nur vorläufigen Höhepunkt erreichte, während dem „Jerusalem Litauens“, wie Vilna aufgrund seiner bunten Vielfalt jüdischen Lebens genannt wurde (ein Drittel der Bevölkerung war jüdisch), noch drei Jahre blieben, bevor Hitler auch diese Stadt und dieses Land in eine Hölle verwandelte.

Tamar erlebte als Kind in der nahegelenen Kleinstadt Ponar Massenerschießungen, der auch ihre Großmutter zum Opfer fiel. Nachdem ihr Vater im September 1943 deportiert und (wie sie später erfuhr) ermordet wurde, gelang ihr mit Hilfe ihrer Mutter die Flucht aus dem Ghetto Vilna.