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HBS-Schülergruppe auf großer Indienfahrt!
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Infos zum Klimabotschafter Aktionsprogramm (15. und 16.11.) in der Jugendakademie Walberberg gibt es hier.


NEU: Die Menukarte unseres Mensateams gibt es ab sofort HIER zum Download (oder auch nur zum Anschauen)

HBS-Intern







Demnächst

Hier geht es zum neuen Zeitraster ab Schuljahr 2018/2019


Für SchülerInnen der Klasse 4:
Beratungstermine und Voranmeldungen können nun über das Sekretariat vereinbart werden (02227 91490)
Anmeldezeitraum 25.02. bis 22.03.2019


10.12.

Schulkonferenz

19.12.

Weihnachtskonzert

20.12. | 12.30

Schulschluss

21.12. bis 04.01.2019

Weihnachtsferien

14.01.2019

Projekttag - Schülertheater

29.01.2019

Zeugniskonferenz

27.01. bis 01.02.2019

Skifreizeit

 

James Smith Jr. (Foto: SAT1)

Schon in der 5. Klasse rockte er unsere Aula mit Stevie Wonders Monsterhit Superstitious. In unserer Band gab es nichts, was er nicht extrem soulig bis zum Niederknien sang und dabei  eine souveräne Bühnenshow aufs Aulaparkett legte - und das schon mit 11 Jahren. Mit einem der renommiertesten niederländischen Jugendorchester, dem Hofstads Jeugd Orkest Den Haag, sang er unter anderem Michael Bublés Version des alten Nina Simon Klassikers Feeling Good und mit dem Wachtberger Jugendorchester begeisterte er stimmlich beim Queen-Opus Bohemian Rhapsody.

Herzlichen Glückwunsch! Das Team aus Schülerinnen und Schülern der Stufen 9 und 10 rund um Schulbegleiterin Katja Wagner belegten mit ihrem Song "Jetzt kommen wir!" im NRW-Wettbewerb "Leben ohne Qualm" (Internet: https://loq.de/) den 6. Platz (Infos dazu und den Song selbst gibt es auch hier). 

Jessica, Lena, Nicole, Christopher, James, Max, Paul und Robin haben sich zum Thema Rauchen einen coolen, aber auch bewegenden Text mit einer super Refrain-Melodie einfallen lassen. Das Ganze haben sie im HBS-Bandraum (etwas umgebaut zu einem Tonstudio) aufgenommen und abgemischt.

Wie bereits in den vergangenen Jahren so haben sich auch diesmal Sekundarschüler der HBS Bornheim der Thematik der Novemberpogrome am 10.11.1938 aus verschiedenen Perspektiven in entsprechenden Projektgruppen genähert. Die Ergebnisse dieser intensiven Auseinandersetzung flossen in die Gestaltung der Bornheimer Gedenkfeier am Freitag, den 10.11.2017, ein. Für die HBS hat sich dabei über die vielen Jahre ihres Engagements bei den jährlichen Gedenkfeiern eine Konstante herauskristallisiert: Musik, genauer: Musik des Holocaust, die dabei nie als bloß unterhaltsames Beiwerk, sondern als gleichberechtigte Quelle neben anderen Zeugnissen jener Geschehnisse zu verstehen ist.   

Während sich im vergangenen Jahr als weitere Projektgruppe Schüler des Kurses Darstellen und Gestalten an der Erarbeitung von Performances zu Angst und Ausgrenzung einbrachten, waren es diesmal Schüler des Deutsch E-Kurses Stufe 10, die ein Interview mit dem Zeitzeugenpaar Tamar und Harry Dreyfuss vorbereiteten und durchführten. Über dieses Interview berichten wir hier ausführlich.

Für die Auswahl der Musikbeiträge waren wie immer einerseits der deutliche Bezug zum historischen Hintergrund der Gedenkfeier und zugleich der Brückenschlag zur aktuellen Situation verfolgter Menschen und deren Schicksal von großer Bedeutung. Hier die Stückeauswahl:

Und der Regen rinnt“ von Ilse Weber, 1942 im KZ Terezín (Theresienstadt) komponiert. In dem Lied geht es um die schmerzliche Sehnsucht einer Mutter nach ihrem gewaltsam getrennten Kind (Chor Stufen 5 und 7)

Gehat hob ikh a heym“, komponiert von Mordechai Gebirtig, vermutlich ebenfalls um 1942 im Krakauer Ghetto (Sologesang Giulia Balle)

Rise“ von Eddie Vedder (Pearl Jam-Sänger), dessen Arrangement und vor allem Text von uns modifiziert und um einige hoffnungsvolle Zeilen erweitert wurde (Gesang Giulia Balle, Leni, Lena und Johanna Kühne).

Besonderes Lob verdient an dieser Stelle unsere Sängerin Giulia Balle, die trotz Erkrankung sich erfolgreich an den jiddischen Text von „Gehat hob ikh a heym“ herangewagt und das Lied schließlich fantastisch interpretiert hat. Superlob auch an die Sängerinnen und Sänger der Stufe 5, die zwar erst seit kurzem an unserer Schule sind, aber schon einige Auftritte bravourös gemeistert haben – so auch diesen, unterstützt von den angehenden Gesangprofis der Stufe 7.

Im Rahmen der Kooperation der Heinrich Böll Sekundarschule Bornheim und des Wachtberger Jugendorchesters (WJO) unter der Leitung unseres langjährigen Musikkollegen und Wachtberger Kulturpreisträgers Hans Werner Meurer fand am Mittwoch, den 28. Juni, in der zweimal vollbesetzten Aula des Wachtberger Schulzentrums ein beachtliches Konzert unter der Mitwirkung von James Smith, Sänger der HBS-Schulband The Shimmering, statt. Dargeboten wurden neben Mozarts berühmten 1. Satz aus der Symphonie Nr.  40 ein Doppelkonzert von Bach für zwei Violinen (BWV 1043) sowie The Great Locomotive Chase von Robert W. Smith.

Ausgangspunkt für die Liedauswahl in den letzten Jahren war uns oft der Bezug zu Kindern in der Zeit des Holocausts. So wurde das Lied „Shtiler, shtiler“, vorgetragen bei den Bornheimer Gedenkfeiern 2013 und 2014 in einer Bearbeitung für Klavier, Violine und Sologsang (in jiddischer Sprache), 1943 vom damals 11 jährigen Alexander Volkoviski im jüdischen Ghetto Vilna (Litauen) komponiert.
Unter den Liedern Ilse Webers, die sie im KZ Theresienstadt schrieb, finden sich einige Wiegenlieder (unter anderen „Wiegala“), komponiert für die mit ihr dort  inhaftierten Kinder, aber auch sehnsuchtsvolle Lieder, welche die gewaltsame Trennung von geliebten Menschen durch die Nazis thematisieren. So etwa das Lied „Und der Regen rinnt“.

Einige der Lieder stellen wir nun hier vor (Eigene Aufnahmen dazu sind in Vorbereitung).

 

Und der Regen rinnt

Ilse Weber – 1903 (Vítkovice/Mähren/Tschechoslowakei) – 1944 Auschwitz

Ilse Weber

Ilse Weber
(Quelle: Židovské muzeum v Praze -
 Jüdisches Museum Prag)

Ilse Weber war eine deutsch-tschechische jüdische Schriftstellerin, die wie Hans Krása (Kinderoper Brundibár) 1942 in das Lager Theresienstadt deportiert wurde. Bereits als Kind schrieb sie Kinderbücher. Nach der Besetzung Ostraus durch die Deutschen siedelte sie mit ihren Eltern nach Prag über, wohl auch in der Hoffnung, in der Großstadt eher geschützt zu sein. Von hier aus wurde sie jedoch gemeinsam mit ihrem Mann und dem jüngeren Sohn Tomáš am 8. Februar 1942 nach Theresienstadt deportiert. Ihrem älteren Sohn Hanuš gelang es dank einer Hilfsaktion der jüdischen Gemeinde nach England und später nach Schweden zu fliehen, wo er in der Kriegszeit lebte. Ilse Weber schrieb im Ghetto Gedichte, die dort schnell populär wurden. Ihre mehr als fünfzig erhalten gebliebenen Gedichte aus dem Ghetto sind ein lyrisches Dokument von Menschen und ihren Schicksalen mit großer Authentizität und spontaner Poesie. Als ihr Mann im November 1944 in einen Transport eingereiht wurde, meldete sie sich mit ihrem Kind freiwillig. Gemeinsam mit ihrem Kind wurde sie in den Gaskammern von Auschwitz ermordet.

Ihr Werk dokumentiert das Leid und Leben im Lager. Gedichte dieser zu Unrecht vergessenen Autorin fassten Gefühle der Gefangenen in Worte und gaben den Mithäftlingen Mut und Hoffnung.“ (Helga Čížková, Prag, tschechische Germanistin und Historikerin, 2013)

Das Lied „Und der Regen rinnt“ ist ihrem Sohn Hanuš gewidmet, der mit einem der letzten Kindertransporte des Briten Nicholas Winton aus Prag nach England der Vernichtung entkam.

Und der Regen rinnt, und der Regen rinnt...
Ich denk im Dunklen an dich, mein Kind.
Hoch sind die Berge und tief ist das Meer,
mein Herz ist müd und sehnsuchtsschwer.
Und der Regen rinnt, und der Regen rinnt...
Warum bist du so fern, mein Kind?
 

Und der Regen rinnt, und der Regen rinnt...
Gott selbst hat uns getrennt, mein Kind.
Du sollst nicht Leid und Elend sehn,
sollst nicht auf steinigen Gassen gehn.
Und der Regen rinnt, und den Regen rinnt...
Hast du mich nicht vergessen, Kind?

HBS-Bearbeitung 2016 für Kinderchor, 2 Metallophone, Gitarre, Violine und Klavier

 

Wiegala

Ilse Weber, um 1942/43

Das Lied „Wiegala“ ist ein Wiegenlied, das Weber, die kurz nach ihrer Ankunft im KZ Theresienstadt als Krankenschwester arbeiten durfte, für die inhaftierten Kinder schrieb und das bis heute wahrscheinlich zu ihren meistinterpretierten Liedern zählt. Laut einigen Auschwitzüberlebenden soll sie dieses Lied mit den zusammen mit ihr und ihrem jüngeren Sohn von Theresienstadt nach Auschwitz transportierten Kindern auf dem Weg zu den Gaskammern gesungen haben.

Wiegala, wiegala, weier,
der Wind spielt auf der Leier.
Er spielt so süß im grünen Ried,
die Nachtigall, die singt ihr Lied.
Wiegala, wiegala, weier,
der Wind spielt auf der Leier.

Wiegala, wiegala, werne,
der Mond ist die Laterne,
er steht am dunklen Himmelszelt
und schaut hernieder auf die Welt.
Wiegala, wiegala, werne,
der Mond ist die Laterne.

Wiegala, wiegala, wille,
wie ist die Welt so stille!
Es stört kein Laut die süße Ruh,
schlaf, mein Kindchen, schlaf auch du.
Wiegala, wiegala, wille,
wie ist die Welt so stille!

 

HBS-Bearbeitung 2015 für Sologesang, 2 Metallophone, Gitarre und Klavier

HBS-Bearbeitung 2016 für Kinderchor, 2 Metallophone, Gitarre, Violine und Klavier

 

S’brent, underz shtetl brent

(Brüder, es brennt!)

Mordechai Gebirtig (1938)

Mordechai Gebirtig (1877 Krakau- 1942 Krakau)
Mordechai Gebirtig
1877 Krakau- 1942 Krakau
(Quelle: wikipedia)

Viele Lieder aus der Zeit vor dem Holocaust wurden während des Holocaust gesungen, weil ihr Inhalt dem Geist der Zeit entsprach. In den Lagern und Ghettos sang man Lieder, die von Hunger, Leid und Sehnsucht handelten. Ein Lied jedoch, „Es brent“, wurde besonders oft gesungen und erwies sich als prophetische Vorwegnahme der Zerstörung des europäischen Judentums. Es wurde von Mordechai Gebirtig komponiert und wurde neben der „Partisanenhymne“ zu einem der bekanntesten und am häufigsten bei Holocaust-Gedenkveranstaltungen gesungenen Lieder.

Komponiert wurde es 1938 von Mordechai Gebirtig (1877-1942). Er schrieb es als Reaktion auf ein Pogrom in der polnischen Stadt Przytyk. Das Lied erwies sich als prophetisch im Hinblick auf den bevorstehenden Holocaust. Gebirtig wurde im Juni 1942 im Ghetto Krakau ermordet. Das Lied beschreibt das Brennen eines jüdischen Städtchens. Der Dichter ruft die Juden auf: Steht nicht tatenlos herum, die Rettung liegt in Eurer Hand, wenn Euch das Städtchen lieb ist, nehmt Geräte zur Hand und löscht den Brand, löscht ihn selbst und zeigt der Welt, wozu ihr imstande seid.

(Text jiddisch/deutsch folgt)

HBS-Bearbeitung 2016 für Sologesang, Kinderchor (jiddisch und in deutscher Übersetzung), 2 Metallophone, Gitarre und Klavier

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