Demnächst

Hier geht es zum neuen Zeitraster ab Schuljahr 2018/2019


Die neuen Busfahrpläne


09.07.

Selbstlerntag

11.07.

Sport- und Spielefest

13.07.

Zeugnisse

16.07.-28.08

Sommerferien

29.08. - 8.00 UHR

1. Schultag Stufen 6 bis 10

30.08.

Begrüßung der neuen 5. Klassen

03.09. bis 07.09.

Zirkuswoche Stufe 5
(Aufführung 07.09.)

 

 

Bildergebnis für zeichnung von heinrich böll

Am 21. Dezember 2017 ist Heinrich Bölls hundertster Geburtstag. Seit seinem Tod im Jahre 1985 hat es in Deutschland keinen vergleichbaren öffentlichen Intellektuellen mehr gegeben. Etwas mehr als drei Jahre, bis zu seinem Tod am 16. Juli 1985, hat der Literaturnobelpreisträger  in Merten gewohnt. Auf dem alten Friedhof im Ort liegt der 1917 in Köln geborene Böll mit seiner Frau Annemarie begraben.

An sein Engagement, Leben und Werk möchte die Heinrich-Böll-Sekundarschule, die seit Juli 2013 seinen Namen trägt, in den kommenden Monaten des Jahres 2017 erinnern.

1. Nach den Osterferien soll eine Bilderausstellung vor allem den Menschen in Bornheim die Möglichkeit geben, "ihren Ehrenbürger" zu würdigen und vielleicht neue Einblicke und Einsichten zu gewinnen. Den genauen Termin der Ausstellung über "Leben und Werk" Heinrich Bölls (incl. originaler Asservate) werden wir auf unserer Homepage sobald wie möglich veröffentlichen.

2. Am 23.06.17 werden die Schülergruppen des Fachs Darstellen & Gestalten (Stufe 6-8) als auch die Schüler der E-Kurse Deutsch Stufe 9 ab 19.30Uhr auf einem Kulturabend ein buntes Potpourri aus Szenen und Lebensetappen Bölls in Tanz, Schauspiel und Lesung darbieten. Hierzu sind alle Interessierten recht herzlich eingeladen!

3. Zusätzlich werden sich die Schülerinnen und Schüler der HBS im Herbst 2017 mit der weitestgehend unbekannten Rolle von Annemarie und Heinrich Böll als Übersetzer von Kinderbüchern an einem Projekttag auseinandersetzen. Die Ergebnisse werden wir dann ebenfalls in unserer Aula der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Wir möchten auch noch darauf hinweisen, dass in diesem Jahr im gesamten Stadtbereich Veranstaltungen stattfinden werden. Hierüber können Sie sich auf der öffentlichen Website der Stadt Bornheim informieren.

Mit herzlichen Grüßen

Die Schulleitung


 


Die Schulversammlung vom 2. Dezember stand diesmal unter dem Zeichen der Woche des Respekts vom 14.11. bis 18.11, einer Initiative der NRW-Landesregierung zur Förderung von gegenseitiger Achtung und respektvollem Umgang miteinander, dem bundesweiten Vorlesewettbewerb und der Verleihung der HBS-Fair Player.

Ausgangspunkt für die Liedauswahl in den letzten Jahren war uns oft der Bezug zu Kindern in der Zeit des Holocausts. So wurde das Lied „Shtiler, shtiler“, vorgetragen bei den Bornheimer Gedenkfeiern 2013 und 2014 in einer Bearbeitung für Klavier, Violine und Sologsang (in jiddischer Sprache), 1943 vom damals 11 jährigen Alexander Volkoviski im jüdischen Ghetto Vilna (Litauen) komponiert.
Unter den Liedern Ilse Webers, die sie im KZ Theresienstadt schrieb, finden sich einige Wiegenlieder (unter anderen „Wiegala“), komponiert für die mit ihr dort  inhaftierten Kinder, aber auch sehnsuchtsvolle Lieder, welche die gewaltsame Trennung von geliebten Menschen durch die Nazis thematisieren. So etwa das Lied „Und der Regen rinnt“.

Einige der Lieder stellen wir nun hier vor (Eigene Aufnahmen dazu sind in Vorbereitung).

 

Und der Regen rinnt

Ilse Weber – 1903 (Vítkovice/Mähren/Tschechoslowakei) – 1944 Auschwitz

Ilse Weber

Ilse Weber
(Quelle: Židovské muzeum v Praze -
 Jüdisches Museum Prag)

Ilse Weber war eine deutsch-tschechische jüdische Schriftstellerin, die wie Hans Krása (Kinderoper Brundibár) 1942 in das Lager Theresienstadt deportiert wurde. Bereits als Kind schrieb sie Kinderbücher. Nach der Besetzung Ostraus durch die Deutschen siedelte sie mit ihren Eltern nach Prag über, wohl auch in der Hoffnung, in der Großstadt eher geschützt zu sein. Von hier aus wurde sie jedoch gemeinsam mit ihrem Mann und dem jüngeren Sohn Tomáš am 8. Februar 1942 nach Theresienstadt deportiert. Ihrem älteren Sohn Hanuš gelang es dank einer Hilfsaktion der jüdischen Gemeinde nach England und später nach Schweden zu fliehen, wo er in der Kriegszeit lebte. Ilse Weber schrieb im Ghetto Gedichte, die dort schnell populär wurden. Ihre mehr als fünfzig erhalten gebliebenen Gedichte aus dem Ghetto sind ein lyrisches Dokument von Menschen und ihren Schicksalen mit großer Authentizität und spontaner Poesie. Als ihr Mann im November 1944 in einen Transport eingereiht wurde, meldete sie sich mit ihrem Kind freiwillig. Gemeinsam mit ihrem Kind wurde sie in den Gaskammern von Auschwitz ermordet.

Ihr Werk dokumentiert das Leid und Leben im Lager. Gedichte dieser zu Unrecht vergessenen Autorin fassten Gefühle der Gefangenen in Worte und gaben den Mithäftlingen Mut und Hoffnung.“ (Helga Čížková, Prag, tschechische Germanistin und Historikerin, 2013)

Das Lied „Und der Regen rinnt“ ist ihrem Sohn Hanuš gewidmet, der mit einem der letzten Kindertransporte des Briten Nicholas Winton aus Prag nach England der Vernichtung entkam.

Und der Regen rinnt, und der Regen rinnt...
Ich denk im Dunklen an dich, mein Kind.
Hoch sind die Berge und tief ist das Meer,
mein Herz ist müd und sehnsuchtsschwer.
Und der Regen rinnt, und der Regen rinnt...
Warum bist du so fern, mein Kind?
 

Und der Regen rinnt, und der Regen rinnt...
Gott selbst hat uns getrennt, mein Kind.
Du sollst nicht Leid und Elend sehn,
sollst nicht auf steinigen Gassen gehn.
Und der Regen rinnt, und den Regen rinnt...
Hast du mich nicht vergessen, Kind?

HBS-Bearbeitung 2016 für Kinderchor, 2 Metallophone, Gitarre, Violine und Klavier

 

Wiegala

Ilse Weber, um 1942/43

Das Lied „Wiegala“ ist ein Wiegenlied, das Weber, die kurz nach ihrer Ankunft im KZ Theresienstadt als Krankenschwester arbeiten durfte, für die inhaftierten Kinder schrieb und das bis heute wahrscheinlich zu ihren meistinterpretierten Liedern zählt. Laut einigen Auschwitzüberlebenden soll sie dieses Lied mit den zusammen mit ihr und ihrem jüngeren Sohn von Theresienstadt nach Auschwitz transportierten Kindern auf dem Weg zu den Gaskammern gesungen haben.

Wiegala, wiegala, weier,
der Wind spielt auf der Leier.
Er spielt so süß im grünen Ried,
die Nachtigall, die singt ihr Lied.
Wiegala, wiegala, weier,
der Wind spielt auf der Leier.

Wiegala, wiegala, werne,
der Mond ist die Laterne,
er steht am dunklen Himmelszelt
und schaut hernieder auf die Welt.
Wiegala, wiegala, werne,
der Mond ist die Laterne.

Wiegala, wiegala, wille,
wie ist die Welt so stille!
Es stört kein Laut die süße Ruh,
schlaf, mein Kindchen, schlaf auch du.
Wiegala, wiegala, wille,
wie ist die Welt so stille!

 

HBS-Bearbeitung 2015 für Sologesang, 2 Metallophone, Gitarre und Klavier

HBS-Bearbeitung 2016 für Kinderchor, 2 Metallophone, Gitarre, Violine und Klavier

 

S’brent, underz shtetl brent

(Brüder, es brennt!)

Mordechai Gebirtig (1938)

Mordechai Gebirtig (1877 Krakau- 1942 Krakau)
Mordechai Gebirtig
1877 Krakau- 1942 Krakau
(Quelle: wikipedia)

Viele Lieder aus der Zeit vor dem Holocaust wurden während des Holocaust gesungen, weil ihr Inhalt dem Geist der Zeit entsprach. In den Lagern und Ghettos sang man Lieder, die von Hunger, Leid und Sehnsucht handelten. Ein Lied jedoch, „Es brent“, wurde besonders oft gesungen und erwies sich als prophetische Vorwegnahme der Zerstörung des europäischen Judentums. Es wurde von Mordechai Gebirtig komponiert und wurde neben der „Partisanenhymne“ zu einem der bekanntesten und am häufigsten bei Holocaust-Gedenkveranstaltungen gesungenen Lieder.

Komponiert wurde es 1938 von Mordechai Gebirtig (1877-1942). Er schrieb es als Reaktion auf ein Pogrom in der polnischen Stadt Przytyk. Das Lied erwies sich als prophetisch im Hinblick auf den bevorstehenden Holocaust. Gebirtig wurde im Juni 1942 im Ghetto Krakau ermordet. Das Lied beschreibt das Brennen eines jüdischen Städtchens. Der Dichter ruft die Juden auf: Steht nicht tatenlos herum, die Rettung liegt in Eurer Hand, wenn Euch das Städtchen lieb ist, nehmt Geräte zur Hand und löscht den Brand, löscht ihn selbst und zeigt der Welt, wozu ihr imstande seid.

(Text jiddisch/deutsch folgt)

HBS-Bearbeitung 2016 für Sologesang, Kinderchor (jiddisch und in deutscher Übersetzung), 2 Metallophone, Gitarre und Klavier

Vorlesewettbewerb - Nick Martens, Regierungspräsidentin Walske, Amelie Silvers (v.l.n.r.)
Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels, Runde 2
Nick Martens, Regierungspräsidentin Gisela Walsken, Amelie Silvers

Zugegeben, es war nicht die LitCologne und auch nicht die Leipziger Buchmesse. Aber dennoch hatte die Atmosphäre in der Turnhalle der HBS anlässlich der 2. Runde im bundesweiten Vorlesewettbewerb der Stiftung Börsenverein des Deutschen Buchhandels durchaus etwas vom Spirit jener literarischen Großevents: ein schwarz verhüllter Tisch auf einer Bühne, das obligatorische Glas Wasser, ein Mikrofon und ein paar Spots, auf die Stelle gerichtet, an der gleich mehrere Kandidaten im Rahmen des Vorlesewettbewerbs und im Beisein von Regierungspräsidentin Gisela Walsken, die im Verlauf der Veranstaltung selbst einen grandiosen Lesebeitrag darbot, ihr Bestes – möglichst ohne zitternde Stimme - geben werden.

Bangkok - BornheimVom 7.11. bis 26.11.16 hospitiert Frau Supapat Singuntragorn im Rahmen eines Hospitations-Austauschprogramms des PAD  an der HBS (PAD = Pädagogischer Austauschdienst der Kultusminister). Dies ist eine spannende Angelegenheit für beide Seiten. Supapat erlangte Einblicke in den deutschen Schulalltag und die Schüler/innen haben Gelegenheit Fragen zu stellen, wie das Schulleben in Thailand aussieht und lernen die asiatische Kultur hautnah kennen. In der letzten Woche bekommen die Schüler/innen sogar eine Stunde Thaiunterricht!

Und hier gleich mal die erste Lektion:

Yindi tidairuchak - Herzlich willkommen!